Die Rache der Deutschen für die Emanzipation

Ach, „die modernen Geschlechterrollen müssen für das Wegschauen auf der Domplatte herhalten“, ihr neuen Superväter,  „auch wenn die Opfer Kinder gewesen wären? …oder Rollstuhlfahrer? – Na, ihr Helden? Hand aufs Herz!“

Nein, wir wollen keine Frauen-Schinder, und solche scheinheiligen Weicheier, die sich bei jeder Gelegenheit als Opfer darstellen, wollen wir auch nicht. Wozu braucht frau Männer? – Eigentlich doch gar nicht, jedenfalls nicht eure Sorte. Vergreift Euch an denen, die Euch jetzt trösten, aber passt auf, dass Ihr nicht an die Falsche kommt! Bei uns kommt ihr nicht in dem Himmel, egal ob zu Petrus oder zu den siebzig vergewaltigten Jungfrauen… Mit uns kommt Ihr nirgends hin!

Zitat aus der Welt: „…Je nüchterner die Deutschen nach der Kölner Neujahrsnacht das Skandalgemisch aus massenhafter sexueller Willkür, privater Ungeschütztheit und staatlicher Ohnmacht betrachteten, desto ärger wurde ihr Kater. Übelkeit erregte nicht nur die Unfassbarkeit von Taten und Tätern, sondern auch die Ahnung, dass es keine anständigen Männer gegeben hatte, die sich für die Frauen in Not eingesetzt oder notfalls geschlagen hätten.

Ein paar halblaute Stimmen forderten in der Debatte über die Lehren aus Köln, Männer müssten sich aus der meist behaglichen Unverbindlichkeit aufgekündigter Geschlechterrollen befreien und wieder den Beschützer in sich freilegen. Sie müssten zurückfinden zu einer Ritterlichkeit, die sich nicht im Tür-Aufhalten und In-den-Mantel-Helfen erschöpft.

Hätte sich auf der Domplatte nur ein Dutzend anständiger Kavaliere zusammengetan, hieß es, sie hätten vielen Frauen Schlimmes ersparen können. Nicht wenige Männer mussten sich beschämt eingestehen, dass sie sich nicht (mehr?) Manns genug fühlten, ihre Werte mit Muskelkraft zu vertreten.

Nachdem auch aus anderen deutschen Städten die widerliche Antanzerei von Gruppen junger Ausländer, Grabschereien und Diebstähle gemeldet wurden, zuletzt beim Karneval der Kulturen in Berlin, erheben sich die Rufe nach ritterlichem Eingreifen erneut. Nur auf die Polizei zu setzen, die nur in Übermacht halbwegs abschreckt, führe nicht weiter. Selbst sei der Mann…

Ihr lieben Mannsleute! Wenn das so ist, dann schmiert Euch eure Ritterlichkeit in die Haare! Die „modernen Geschlechterrollen“ sind also“schuld“ an Eurem Wegschauen, …auch wenn die Opfer Kinder sind, noch ganz junge Mädchen? Welch‘ neue Superväter ihr doch seid…  Hättet Ihr geholfen, wenn es Rollstuhlfahrer gewesen wären? – Nein, ich dachte, ihr seid einfach nur feige. Aber es ist noch schlimmer: Ihr stimmt nichtssagend, nicht hinschauend und nichts dagegen unternehmend, zu WEGEN DER NEUEN GESCHLECHTERROLLEN. – Dass ich nicht lache! Und die Justiz führt den Rechtsstaat mit ihrer Paragraphenreiterei (zugunsten der männlichen Täter) ad absurdum. – Das ist „echt“ das Letzte. Ihr seid armselig. – Und ihr seid am Ende: Noch sitzt Ihr am längeren Hebel, aber wir Frauen haben den längeren Atem. Der gebärende Schoss der Mutter Erde ist weiblich! Ohne uns seid Ihr Schinder, egal, ob Ihr selbst euch an euren längeren Hebel greift oder ob ihr den anderen nur fotografierend dabei zuschaut, nur eines, nämlich nichts. – Also Klartext: Pfoten weg von unsren Töchtern!

Hier der Link zum Originalbeitrag in der Welt: http://www.welt.de/debatte/kolumnen/made-in-germany/article155489510/Muessen-Maenner-ihre-Frauen-mit-der-Faust-verteidigen.html

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Ein Gedanke zu “Die Rache der Deutschen für die Emanzipation

  1. Männer, die wegschauten gab es schon immer. Da muss man nur den Film Sufragate anschauen. Der Ehemann, der seine Frau ach so hervorragend vertrat, schaute weg, wenn sie vom Chef begrapscht wurde. Diese Feiglinge gab es schon immer, von wegen Ritterlichkeit. Ritterliche Männer gab es von je her wenige. Sie waren und sind die Ausnahme!. Vielleicht ist das der Grund für die Emanzipation. Wären alle Männer ritterlich, hätte keine Frau das Bedürfnis, emanzipiert zu sein.

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